Freitag, 28. November 2008
Schreibfaul
Dass ich die letzten Tag nichts geschrieben hab, hängt nicht etwa damit zusammen, dass ich zu viel erlebt habe oder zu faul zum schreiben war. Es lag einfach daran, dass es leider nichts erzählenswertes gab. Ich war schön gemütlich auf Arbeit und hab mich mit den tollen Produkten von Microsoft herumgeschlagen (ich liebe den IIS). Dieses Wochenende geht's aber ab. Ich hab mir vorgenommen eine Fototour durch Poznan zu machen. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Dann kann ich euch die wunderschöne Stadt Poznan auch mal in Bildern zeigen.
Sag mir wie weit...
Es wird wohnlich in der Poznaner "WG", denn Alex ist am Dienstag gekommen und hat Teller und Besteck mitgebracht. Juchu, jetzt können wir wie zivilisierte Leute auch endlich die Nudeln vom Teller essen und nicht wie bisher direkt aus dem Topf. Da Alex neben dem ganzen Krempel (Schlafsack, Decken etc. braucht man ja auch noch für ein gemütliches Nachtlager) nicht auch noch die Isomatte mitbringen konnte, hab ich fix nach einem Real gegoogelt. Da gibt es ja das ganze Jahr allen Plunder den man so brauchen könnte, vielleicht auch ein Gästebett oder etwas in der Art. Da ich sowieso etwas Bewegung gebraucht hab, stiefle ich also frohen Mutes los. Nach einer knappen halben Stunde bin ich am Dworzec PKP Poznan Glowny (Hauptbahnhof). Von da aus ist die entsprechende Straße auch schnell gefunden und ich ziehe munter weiter. Nach einer Weile, ich bin in etwa eine dreiviertel Stunde unterwegs, wundere ich mich. Immernoch nichts zu sehen... keine Werbung, nix. Kurz darauf stehe ich vor einer Werbetafel: Real 5km Richtung Flughafen. Na super. Auf der Karte hatte das irgendwie anders ausgesehen. Egal, nun bin ich schon mal hier, nun geh ich auch weiter. Nach einer weiteren dreiviertel Stunde schwöre ich mir, dass mit dem Bus zurück in die Stadt fahre. Kurz darauf bin ich auch schon da. Es handelt sich mal wieder um ein großes Einkaufszentrum mit Mediamarkt, Real und 100 anderen Geschäften. Eine Isomatte ist auch schnell bei InterSport gefunden und keine 5 Minuten später stehe an der Bushaltestelle und studiere den Fahrplan. In diesem Moment wär es extrem praktisch zu wissen, wo man denn eigentlich hin möchte. Ich erinnere mich an meine Anfangszeiten im Dresdner Stadtverkehr und daran, dass ich fast nach jeder Fahrt 1-2 Haltestellen zurücklaufen musste. Da ich mich hier noch weniger auskenne, beschließe ich doch zurück zu laufen. Nach drei Kreuzungen entdecke ich die Erlösung: eine Stadtkarte mit eingezeichnetem Nahverkehr, danke! Ich suche mir die richtige Linie zum Hauptbahnhof raus und gehe zur nächsten Haltestelle. Ein Ticket hatte ich noch einstecken, ein Geschenk von Sascha. Freudig sehe ich einen passenden Bus kommen und mache mich bereit zum einsteigen. Doch was ist das? Der fährt ja einfach weiter? Die anderen Wartenden verziehen keine Miene. Seltsam, muss ein Eilbus gewesen sein. Der nächste hält und versöhnt mich mit dem Poznaner Stadtverkehr. Nun läuft alles wie am Schnürchen. Ich fahre zum Plac Teatralny (Theaterplatz, der größte Bus- und Bahn-Knoten in Poznan) und von da aus mit der Straßenbahn zur Wrozlawska, fast bis vor die Haustür.
Montag, 24. November 2008
Es lebe die Globalisierung!
Kaum zu glauben, aber wahr. Auf der Suche nach Supermärkten in Poznan stolpere ich immer wieder über alte Bekannte: Lidl, Kaufland, Real, Aldi oder Spar... Hilfe! Die Globalisierung hat zugeschlagen! Ja, im Ernst. Es machen sich im schönen Polen nicht nur deutsche Unternehmen breit, sondern auch Franzosen (Carrefour), Engländer (Tesco) oder Holländer (Albert, Hypernova). Da geht man ins Ausland um die landestypische Kultur kennen zu lernen und was bekommt man? Jogurt von Zott, Fertiggerichte von Knorr und Backmischungen von Dr. Oetker. Einzig die Würste und das Brot scheinen hier polnisch zu sein... Doch so einfach lass ich mich hier nicht unterkriegen. Denn hier in Polen, wo original türkische Döner noch von Polen verkauft werden, muss es doch noch Produkte geben, die nicht von K-Klassik oder Favorina kommen... Es wird sicher ein kniffliger Fall, aber ich nehme die Herausforderung an!
Sonntag, 23. November 2008
Neue Freunde
Da ich mein Schampoo im Hostel vergessen habe, beginne ich den Tag damit eine Drogerie oder etwas in der Art zu suchen. Aufgrund meines beschränkten lokalen Wissens beschließe ich zudem ohne zu zögern in die Stary Browar (alte Brauerei) zu gehen, einem riesigen Einkaufszentrum in der Innenstadt. Neben zahlreichen Boutiquen und Technikläden finde ich, versteckt im Untergeschoss, einen Rossmann. Bevor sich mir der Satz "Warum bist du eigentlich nach Polen gegangen, wenn du hier sowieso nur in deutschen Läden einkaufst?" in den Kopf setzt, steh ich auch schon vor dem Shampooregal und halte eine Flasche Schauma in der Hand. Als Ausgleich für soviel deutschen Lifestyle in meiner Wohnung kaufe ich noch ein polnisches Spülmittel mit Zitrusgeruch. Zuhause angekommen, beschließe ich zum ersten Mal in der neuen Wohnung zu duschen. In der kleinen Wanne habe ich kaum Platz, doch der erste warme Wassertropfen auf meinem Rücken lässt mich alles vergessen... auch, dass ich nur einen kleinen Boiler habe. Keine 5 Minuten später sitze ich mit eingeschäumten Haaren und ohne warmen Wasser immernoch in der Wanne und ärgere mich: "Du Trottel lässt dir das ganze warme Wasser über den Buckel laufen, anstatt dir was zum Haareausspülen übrig zu lassen!" Das nächste Mal weiß ich es besser.
Bei meinen Ausflug in die Stary Browar habe ich meine beiden neuen Freunde kennen gelernt: Piotr und Pawel. "Piotr i Pawel" ist der Name einer polnischen Supermarktkette. Am Nachmittag mache ich mich nochmals auf den Weg ins Einkaufszentrum, um mir etwas zu Essen zu kaufen. Denn bis auf Nudeln, Käse und Ketschup hab ich nichts im Haus. Nach meinem Einkauf habe ich nun zusätzlich noch 1 Kilo Jogurt und Schokolade im Kühlschrank - na wenn das keine gesunde Lebensweise ist.
Bei meinen Ausflug in die Stary Browar habe ich meine beiden neuen Freunde kennen gelernt: Piotr und Pawel. "Piotr i Pawel" ist der Name einer polnischen Supermarktkette. Am Nachmittag mache ich mich nochmals auf den Weg ins Einkaufszentrum, um mir etwas zu Essen zu kaufen. Denn bis auf Nudeln, Käse und Ketschup hab ich nichts im Haus. Nach meinem Einkauf habe ich nun zusätzlich noch 1 Kilo Jogurt und Schokolade im Kühlschrank - na wenn das keine gesunde Lebensweise ist.
IKEA - entdecke Poznan
Ganz Polen scheint verrückt nach Ikea-Möbeln zu sein. Auch meine Vermieterin hat vor der Schlüsselübergabe noch die Möbelschweden besucht und mir 2 MALM-Schränke gekauft. Find ich richtig nett von ihr, zumal der Rest der Wohnung bereits nagelneu ist. Glücklicherweise ist sie noch nicht dazu gekommen, die Möbel mit ihrem Mann zusammenzustecken, denn ich liebe es Möbel aufzubauen. Das ist so eine Tätigkeit, bei der man nach absehbarer Zeit ein konkretes und zufriedenstellendes Ergebnis sieht. Darum mag ich es auch Hausarbeiten zu machen. Wenn der Berg Abwasch erledigt oder das Zimmer aufgeräumt und sauber ist, setzt ich mich dann hin und sage mir: Yes, heute ist was geworden. Aber ich schweife gerade ab. Ikea. Dort zieht es mich natürlich auch noch einmal hin, denn ich brauch Bettzeug. Und da meine Mittel nach den Ausgaben für Kaution, erster Miete und Marklerporvision stark begrenzt sind, beschließe ich im Poznaner Ikea auf Schnäppchenjagdt zu gehen. Dazu watschle ich über die Warte in die Nova Miasto (Neustadt) und vom Plac Rataje über den Bolesława Krzywoustego zu Ikea. Google meint, ich benötige 1 Stunde 11 Minuten. Da ich vergessen habe, beim Losgehen auf die Uhr zu schauen, nehm ich einfach mal an, dass es in etwa so war. Auf dem Weg zu Ikea finde ich eine Art Offenbarung: einen Lidl - nur 1 Geh-Stunde entfernt. Danke! Ich beschließe auf dem Rückweg im Lidl einkaufen zu gehen. Im Ikea geht alles ganz schnell. Ich husche zwischen Millionen von Polen von einem Regal zum anderen und greife mir die Sachen, die ich zuvor auf der Ikea-Website ausgesucht habe. Dazu gehört auch die Bettwäsche FYRKLÖVER. Im Katalog ist mir das gar nicht aufgefallen, aber in echt erinnert mich das Muster stark an StudiVZ. Wer hier wen inspiriert hat, lasse ich nun mal dahin gestellt. Da es die Billigste ist, pack ich sie natürlich ein. Neben dem Bettzeug kaufe ich mir noch das Topfset ANNONS, denn nach einer Woche Jogurt, Tee und Brot brauch ich mal etwas anständiges zu Essen. Bereits an der Kasse freue ich mich darüber, dass es heute abend Nudeln mit Ketschup und Käse geben wird. Die Zutaten dafür finde ich bei Lidl. Ich musste doch schon leicht schmunzeln, dass es hier in Polen fast genau das gleiche Sortiment gibt wie in Deutschland. Die Pfefferkuchen von Favorina, der Käse von Libella und... jetzt kommts... Backmischungen für Rührkuchen in deutsch! Das find ich wahnsinnig toll! Viele Waren des täglichen Bedarfs und vor allem Lebensmittel sind hier deutsch beschriftet, mit polnischen Untertiteln auf dem Preisschild. Warum gibt es sowas nicht auch in Deutschland? Ich finde solche kleinen Aufmerksamkeiten könnten das gegenseitige Verständnis in der europäischen Gemeinschaft sicherlich stark fördern. Wieder in der Innenstadt angekommen, borge ich mir einen Satz Besteck und einen Becher aus dem Büro und beginne zu kochen. Während ich es mir munden lasse (beinahe richtiges und gutes Essen) schaue ich mir Sweeney Todd auf dem Laptop an, eine der beiden DVDs, die mir Marko und Katarina zum Einzug/ Abschied geschenkt hatten.
Donnerstag, 20. November 2008
Neues Domizil
Es ist geschafft! Ich habe heute freudestrahlend den Mietvertrag für mein neues Zuhause in Poznan untschrieben. Die Wohnung ist einfach fantastisch, es sind keine 2 Minuten bis zum Büro, sie ist nigelnagelneu eingerichtet und einfach toll. Für alle Preisfüchse, hier nochmal die technischen Daten: 1300 Zloty (ca. 336 Euro) + Strom und Wasser, ca. 40 qm, kleine offene Küche, kleines Badezimmer... Aber demnächst mehr (auch in Farbe und bunt).
Mittwoch, 19. November 2008
Wurstkekse
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Wohnungssuche (Teil 3)
Ich habe gestern Magdalena von Alex empfohlen bekommen. Gemeinsam haben wir sie gestern angerufen und für heute 11:00 Uhr einen Termin vereinbart. Magdas Assistentin bringt mir Kaffee und bittet mich zu warten. Nebenbei erklärt sie mir, dass es zu Zeit ja ganz schlecht mit Wohnungen aussieht, die Wohnungssaison ja vorbei ist und generell in Poznan kaum Wohnungen frei sind. Ich zeige mich jedoch weiterhin optimistisch. Keine 10 Minuten später sitze ich mit Magda vor ihrem Notebook und wälze Internetseiten. Viel schönes ist nicht dabei und die Wohnungen, die halbwegs schön sind, sind mir zu teuer. Irgendwie bin ich aber froh, das Magda mit guckt. Sie ruft bei interessanten Angeboten an, zeigt mir auf der Karte, wie ich mit der Straßenbahn von dort aus auf Arbeit komme - ich bin sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Nach einer halben Stunde haben wir mehrere interessante Angebote gefunden, eins davon ist sogar extrem interessant, weil es direkt am Stary Rynek liegt, also im Herzen der Altstadt. Eine Besichtigung wäre sofort möglich... und 20 Minuten später stehe ich in einer traumhaften Einraumwohnung im Dachgeschoss eines alten Hauses. Auch hier ist alles neu, Erstbezug, Holzbalken... einfach schick. Ich bin zwar zu groß um unter dem Balken durchgehen zu können, aber das ist die Wohnung in die ich unbedingt rein will. Leider gibt es zwei andere Interessenten. 19:00 Uhr ist die Entscheidung gefallen. Zu welchen Gunsten? Ich hab keine Ahnung. Ich verbringe die Zeit, alles Geld zusammenzukratzen was ich habe, denn Marklergebühr, Kaution und Miete müssen bezahlt werden. Mir wird ganz übel von den vielen roten Zahlen auf meinem Konto, aber was soll's, ich will diese Wohnung!
Dienstag, 18. November 2008
Besichtigungstour
Es ist 14:15 Uhr und ich befinde mich auf dem Weg zu einem matschigen Parkplatz in der Innenstadt. Begleitet werde ich von einem älteren Herren, dessen Funktion mir gänzlich unbekannt ist, der englischsprechenden Sekretärin und der Marklerin. Als wir ins Auto steigen lerne ich die polnisch-kreative Fahrweise der Marklerin kennen. Sie unterhält sich ununterbrochen mit ihrer Kollegin in einem Tempo, bei dem mir ganz wirr im Kopf wird. Gleichzeitig bedient sie Gaspedal und Lenkrad, die Bremse eher selten.
Wir sehen uns erst die preiswerte Wohnung an. Sie kostet 1000 Zloty zzgl. Nebenkosten und befindet sich in Rataje, dem Poznaner Prohlis. Hier im sozialen Brennpunkt lerne ich die Funktion des männlichen Begleiters kennen und werde leicht an den Film "Hostel" erinnert. Nach 10 Minuten Wartezeit in einem nicht mehr ganz so frischem Foyer eines Hochhauses trifft der Vermieter ein. Er zeigt uns eine schicke 2-Raum-Wohnung, die Ihre beste Tage sicher in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gesehen hat. Ich denke mir: hübsch ist sie ja nicht, nahe am Zentrum auch nicht, dafür aber preiswert. Ich überlege kurz und beschließe diese Wohnung nie im Leben zu beziehen.
Die zweite Wohnung die ich sehen wollte, liegt näher am Zentrum. Sie wurde gerade renoviert, ist komplett mit Ikea-Möbeln ausgestattet und am Kühlschrank kleben noch die Transportsicherungsbänder. Sogar ein Geschirrspühler ist dabei. Ein Traum in weiß, dunkelbraun und Glas. Sogar einen begehbaren Kleiderschrank gibt es. Dafür kostet die Wohnung auch 1450 Zloty + 300 Zloty Nebenkosten. Hinzu kommen 1450 Zloty Kaution und 1700 Zloty Provision. Mist. Eine solche Wohnung kann ich mir leider nicht leisten, denn 1450 Zloty sind in etwa 380 Euro. Äußerlich lächelnd und innerlich leicht betrübt beschließe ich auch in diese Wohnung (vorerst) nicht einzuziehen.
Wir sehen uns erst die preiswerte Wohnung an. Sie kostet 1000 Zloty zzgl. Nebenkosten und befindet sich in Rataje, dem Poznaner Prohlis. Hier im sozialen Brennpunkt lerne ich die Funktion des männlichen Begleiters kennen und werde leicht an den Film "Hostel" erinnert. Nach 10 Minuten Wartezeit in einem nicht mehr ganz so frischem Foyer eines Hochhauses trifft der Vermieter ein. Er zeigt uns eine schicke 2-Raum-Wohnung, die Ihre beste Tage sicher in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gesehen hat. Ich denke mir: hübsch ist sie ja nicht, nahe am Zentrum auch nicht, dafür aber preiswert. Ich überlege kurz und beschließe diese Wohnung nie im Leben zu beziehen.
Die zweite Wohnung die ich sehen wollte, liegt näher am Zentrum. Sie wurde gerade renoviert, ist komplett mit Ikea-Möbeln ausgestattet und am Kühlschrank kleben noch die Transportsicherungsbänder. Sogar ein Geschirrspühler ist dabei. Ein Traum in weiß, dunkelbraun und Glas. Sogar einen begehbaren Kleiderschrank gibt es. Dafür kostet die Wohnung auch 1450 Zloty + 300 Zloty Nebenkosten. Hinzu kommen 1450 Zloty Kaution und 1700 Zloty Provision. Mist. Eine solche Wohnung kann ich mir leider nicht leisten, denn 1450 Zloty sind in etwa 380 Euro. Äußerlich lächelnd und innerlich leicht betrübt beschließe ich auch in diese Wohnung (vorerst) nicht einzuziehen.
Wohnungssuche (Teil 2)
Ein neuer Tag und neues Glück. Nach dem Aufstehen haben mein Notebook und ich den Tag geplant. Rund um den Rynek sind dutzende Marklerbüros, die alle auf meinen Besuch warten. Schon das erte Büro klingt erfolgsversprechend. Ich sitze einer netten Dame mittleren Alters gegenüber und versuche mit meinen 3 Brocken Polnisch meine neue Wohnung zu beschreiben. Da sie leider kein Englisch spricht verabreden wir uns zum E-Mail schreiben. Meine Hoffnung heute eine Wohnung zu finden, ist jedoch ungebrochen. Nächster Versuch: Ein hippes Marklerbüro im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Der Mitarbeiter spricht Englisch und sieht in seinem E-Mailpostfach nach passenden Angeboten nach. Nachdem er 3 Mails gelesen hat, möchte auch er mir gern mailen. Nummer 3 und 4 auf der Liste habe ich nicht gefunden. Nummer 5 und Nummer 6 verkaufen nur und vermieten nicht. Nummer 7 ist Ptak. Auf die Frage, ob ein Mitarbeiter Englisch spricht, springt die Sekretärin auf und befördert mich in das Besprechungszimmer. Gefolgt von einer anderen Angestellten prasselt in den folgenden 10 Minuten ein polnisch-englisches Kauderwelsch auf mich ein, woraufhin sich beide verziehen um nach 10 Minuten mit Angeboten zurück kommen. So hatte ich mir das bei den Anderen auch vorgestellt. Wir verabreden uns für den Nachmittag zur Besichtigungstour.
Montag, 17. November 2008
Wohnungssuche (Teil 1)
Bevor ich nach Poznan aufgebrochen bin, bin ich auch in Dresden umgezogen. Gemeinsam mit Melanie und Jule habe ich eine WG gegründet. Die Wohnungssuche gestaltete sich recht schwierig, den Nanni, die Bananenpflanze von Melanie, hätte gern ein großes hohes Zimmer mit Südfenstern zu allen Seiten gehabt. Nach 2-3 Montaten mehr oder weniger intensiver Suche konnten wir uns dann auf eine Wohnung in Plauen einigen.
In Polen ist die Sache ähnlich. Ich wohne derzeit im Hostel und brauche schnellstmöglich eine Wohnung. Doch ver- bzw. gemietet wird in Polen sehr selten. Wenn man irgendwo einzieht, dann wird die Wohnung oftmals gleich gekauft und der Lebensabend darin verbracht. In Poznan kommt noch hinzu, dass es in der Stadt mehrere Universitäten gibt und dementsprechend auch viele mietwillige Studenten. Schlechte Chancen. Ich hab vorher schon mal im Internet geschaut, vielen Leuten Mails geschrieben, aber bis auf eine Antwort hab ich nix bekommen. Und in dieser Antwort stand leider drin, dass das WG-Zimmer bereits vergeben ist.
Morgen renn ich den Marklern, die ich heute kurz nach meiner Ankunft schon angerufen hab, die Bude ein. Was heißt eigentlich "Ich übernachte heute Abend bei meinem Markler im Büro." auf polnisch?
In Polen ist die Sache ähnlich. Ich wohne derzeit im Hostel und brauche schnellstmöglich eine Wohnung. Doch ver- bzw. gemietet wird in Polen sehr selten. Wenn man irgendwo einzieht, dann wird die Wohnung oftmals gleich gekauft und der Lebensabend darin verbracht. In Poznan kommt noch hinzu, dass es in der Stadt mehrere Universitäten gibt und dementsprechend auch viele mietwillige Studenten. Schlechte Chancen. Ich hab vorher schon mal im Internet geschaut, vielen Leuten Mails geschrieben, aber bis auf eine Antwort hab ich nix bekommen. Und in dieser Antwort stand leider drin, dass das WG-Zimmer bereits vergeben ist.
Morgen renn ich den Marklern, die ich heute kurz nach meiner Ankunft schon angerufen hab, die Bude ein. Was heißt eigentlich "Ich übernachte heute Abend bei meinem Markler im Büro." auf polnisch?
Was bisher geschah...
Ein paar Worte vorweg: Wie komme ich eigentlich nach Polen? Kurz: mit der Bahn. Doch diese Antwort scheint nicht die Intension dieser Frage gewesen zu sein, darum:
Ich habe anfangs ein ruhiges Leben als Bafögempfänger geführt, doch ohne Vordiplom dreht Vater Staat einem kurzerhand und zurecht den Geldhahn ab. Da stand ich nun, bzw. ich lag auf meinem Balkon in der Sonne, und brauchte eine Geldquelle. Das interessanteste Angebot war das eines Startups mit dem schönen Namen YOUNI Mobile. Dieses aus der TU Dresden ausgegründete Unternehmen bot einen Mobilfunktarif speziell für Studenten an. Nach einem Bewerbungsgespräch in der Mensa wurde ich glücklicherweise Praktikant und lernte erst André (den Programmierer) und dann seinen Kumpel Martin (unter anderem zuständig für Web-2.0-Quatsch) kennen. Über einen Bekannten verschlug es Martin nach Poznan (Polen), denn dort wurde händeringend ein Mensch gesucht, der sich mit besagtem Web-2.0-Quatsch auskennt. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: ich hatte keinen Bock mehr auf Uni oder eine andere Lehrnfabrik, Martin suchte einen Programmierer... und da sitze ich nun in Polen und suche für ein halbes Jahr eine Wohnung in einer überfüllten polnischen Universitäts- und Wirtschaftsmetropole.
Ich habe anfangs ein ruhiges Leben als Bafögempfänger geführt, doch ohne Vordiplom dreht Vater Staat einem kurzerhand und zurecht den Geldhahn ab. Da stand ich nun, bzw. ich lag auf meinem Balkon in der Sonne, und brauchte eine Geldquelle. Das interessanteste Angebot war das eines Startups mit dem schönen Namen YOUNI Mobile. Dieses aus der TU Dresden ausgegründete Unternehmen bot einen Mobilfunktarif speziell für Studenten an. Nach einem Bewerbungsgespräch in der Mensa wurde ich glücklicherweise Praktikant und lernte erst André (den Programmierer) und dann seinen Kumpel Martin (unter anderem zuständig für Web-2.0-Quatsch) kennen. Über einen Bekannten verschlug es Martin nach Poznan (Polen), denn dort wurde händeringend ein Mensch gesucht, der sich mit besagtem Web-2.0-Quatsch auskennt. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: ich hatte keinen Bock mehr auf Uni oder eine andere Lehrnfabrik, Martin suchte einen Programmierer... und da sitze ich nun in Polen und suche für ein halbes Jahr eine Wohnung in einer überfüllten polnischen Universitäts- und Wirtschaftsmetropole.
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