Montag, 6. April 2009
Vegetarisch Essen
Vor kurzem ist unser Büro vom Stary Rynek in Richtung Polski Teatr gezogen. Damit hat sich natürlich auch unsere Versorgungsstrategie grundlegend ändern müssen. Vorbei die Zeiten, in denen man zu Subways oder Kanappka gehen konnte. Auch die nötige Grundversorgung durch den kleiner Tante-Emma-Laden mit dem zauberhaften Namen "Promocija" fehlt im neuen Büro. Stattdessen gibt es hier überteuerte Tante-Emma-Läden mit Bestelltheke und einen DDR-Supermarkt. Doch auch eine vegetarische Bar ist hier gleich um die Ecke. Die probieren Martin und ich natürlich gleich aus. Als erstes essen wir Tofu-Gulasch... Ich als Fleischesser kann mich für das "Zeug" jedoch nicht so recht erwärmen. Es sieht aus wie Fleisch, schmeckt nach 200 Gewürzen und ist dabei so bissfest wie ein gekochtes Ei. Beim zweiten Mal bestelle ich mir eine Art Pfannkuchen mit Sauerkrautfüllung. Der schmeckt zwar ganz gut, hat aber Spätfolgen: Man hat danach noch stundenlang den Geschmack von Sauerkraut im Mund. Zudem gibt es bei vegetarischem Essen noch ein weiteres "Problem" - die Sättigung. Nach dem Essen kann ich mich oft kaum bewegen und denke eich muss platzen. Nach einer Stunde hab ich dann aber wieder mordsmäßigen Hunger... Aber noch ist nicht alles auf der Karte durchprobiert, vielleicht finde ich noch ein passendes Gericht. Denn prinzipiell ernähre ich mich gern vegetarisch, obwohl mir einige Sachen in der pflanzlichen Küche sehr suspekt vorkommen. Außerdem muss vegetarische Ernährung gelernt sein. "Du musst einfach schneller essen, dann schaffst du mehr bis das Sättigungsgefühl kommt und hast nicht gleich wieder Hunger.", meint Martin, als ich mit ihm sachte zum Büro zurück schleiche. Ich quitiere diesen guten Rat mit einem kleinen Sauerkraut-Rülpser und träume insgeheim von meiner Gulaschnikow-Tütensuppe.
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