Freitag, 5. Dezember 2008
Zeit für Fastfood
Es ist zum Piepen. Ich ess hier jeden Tag ein ganzes Brot, belegt mit Käse und Fleischpastete. Dazu gibt's ein halbes Kilo Jogurt und Süßkram, aber ich werd nicht satt... Im Gegensatz zu meinen anderen deutschen Kollegen hab ich nichts gegen das polnische Brot. Auch der Käse ist hier exzellent. Aber satt macht mich hier leider nix. Dabei esse ich den ganzen Tag. Heute habe ich beschlossen auf gute internationale Küche zurück zu greifen: McDoof. Und hier lerne ich auch, dass Fastfood nichts mit schneller Küche zu tun hat. Doch zuerst gilt es die Hürde der Bestellung zu nehmen. Zum Glück versteht die Kassiererin was ich mit einem Big Mac Maxi Menü meine. Doch da sie meine 50 Zloty nicht wechseln kann, erstarrt sie zur Salzsäule und wartet mit offener Kasse auf Rettung. Nach ca. 5 Minuten ist es dann so weit. Eine Kollegin bringt ihr neues Wechselgeld und sie gibt mir raus. Nach weiteren 5 Minuten hat sie sogar schon die Pommes in den Papierschuber gefüllt und in einer kleinen McDonalds-Tüte verstaut. Danach nimmt sie liebevoll die Pappbox aus dem Regal, in dem sich der Big Mac befindet und stellt einen Becher unter den Cola-Spender. Ich weiß nicht ob es an Weihnachten lag, aber es ging doch sehr besinnlich zu. Und das obwohl hinter mir 5 Leute warteten... Letzten Endes wurde alles noch sorgsam verpackt. Die Pommes, die in Deutschland schnöde mit einer Serviette abgedeckt werden und dann in eine Tüte wandern, waren ja bereits separat in einer kleinen Tüte verpackt. Die Cola steckte sie sanft in einen Getränkehalter, den ich bisher nur bei McDrive (auf Anfrage!) bekommen habe. Diese beiden Accessoirs gleiten nun in eine große Tragetasche. Den Big Mac hat sie Gott sei dank nicht auch noch in eine kleine Tüte gesteckt, sondern behutsam auf die Tüte mit den Pommes gelegt. Scheinbar hat sie nun gemerkt, dass sie sich vielleicht doch ein wenig beeilen müsste und warf lieblos eine ganze Hand Servietten und einen Strohhalm hinterher. Nachdem sie mir die Tüte über die Theke gereicht hat, halte ich ein Paket von 2 Kilo Papier und 350g Lebensmittel in der Hand. Die Klimakonferenz, die zur Zeit in Poznan stattfindet, hat hier schienbar noch keine Spuren hinterlassen. Guten Appetit. (PS: Satt geworden bin ich auch hiervon leider nicht... ich scheine in Polen einen anderen Stoffwechsel zu haben.)
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oder es liegt an der kälte... da hat man einfach mehr hunger...
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